Dienstag, 23. August 2016

Laila, die Streunerin

Laila „die Weise“
Sahen wir zum ersten Mal in unserem Garten, Ende Juni Anfang Juli.. Wir dachten uns nichts dabei, da unser Garten gerne als Streifgebiet von Katzen genutzt wird. Sie wird schon irgendwo hingehören. Leicht zerzaust sah sie schon aus und auch nicht sehr wohl genährt. 
Wir überlegten sie zufüttern. Wir taten es nicht, denn es kamen auch fragen auf: was wird mit ihr im Winter? Wir können sie nicht aufnehmen? Sie müsste dann draußen bleiben! Das wollten wir auch nicht, denn wir haben ja unsere Katzen. Und so Überlegten wir hin und her.
Donnerstag den 9.8. kam es dann zu einem Zwischenfall, der meine Katzen in ihrem Freiganggehege völlig irritierte. 



Alle unsere Tiere waren verstört und ängstlich, gingen nicht mehr raus, es wurde gefaucht und geknurrt. 

Wir konnten es uns nicht erklären.
Am Sonntag 12.8. kam die Auflösung, Laila war mit ihren Jungen, im Garten eingezogen. Zwei kleine Wollknäuel um die 8 Wochen alt. Ich setzte mich mit einer Bekannten in Verbindung, die sich mit Freigängerkatzen und dem Tierschutz für Straßenkatzen auskennt. Der Plan war: Die Kätzin doch an zufüttern und dann einzufangen, zu kastrieren, zu sehen, wie weit sie sozialisiert sind, und weiterzuvermitteln. Gesagt getan!




Hier die kleine Blue von Mittwoch auf Donnerstag!

Wir fütterten die kleine Familie. Am Donnerstag den 16.8. spielte ich noch eine Stunde vor der Arbeit und versuchte die kleine Blue zu fangen, leider vergeblich. Am Abend des gleichen Tages kamen sie nicht wie gewohnt zum Fressen. Ich stellte meine Wildtierkamera auf und es war nur die Mutter zu sehen. Am Freitag telefonierte ich mit den zuständigen Behörden und versuchte eine Lebendfalle zu organisieren und auch, wer für die kosten der Kastration für die Mutter zuständig sei. Immerhin scheint es jetzt so, dass Laila eine Streunerin ist oder ausgesetzt wurde. Keiner! Das Tierheim hätte die Jungen genommen(hier auch die kosten), aber die Fallen könnte ich erst übernächste Woche bekommen. Die Gemeine ist auch nicht zuständig, da diese alles dem TH in Auftrag gibt, ich soll mich da hin wenden. Hatte ich ja schon. Dan wendete ich mich ans Vet-Amt. Das Veterinäramt ist für Fundkatzen nicht zuständig. Also drehen wir uns im Kreis! Ich war richtig wütend. Abends, als ich nach Hause kam, waren die Blue und die Finchen noch nicht da. Wir gingen das Bahngleis ab und fanden Blue, von Finchen keine Spur. 
Wir denken, dass die kleinen verspielten Mäuse der Mutter über die Gleise gefolgt sind und der Zug einfach zu schnell war und sie es mit den kleinen Füßchen nicht mehr geschafft haben. Die Wildtiere wie Bussard und Fuchs haben den Rest erledigt. Blue, hat man auf den Schwelgen vielleicht nicht so gut gesehen wie Finchen und blieb zurück.




Laila war das ganze Wochenende im Garten, ab Montag kommt sie noch 2-3 Mal am Tag. Für uns war es ein trauriges Erlebnis, dass man es meldet, Helfen möchte, aber keiner zuständig ist. Die kleinen Privaten Katzenschutzorganisationen können das im Sommer fast nicht bewältigen. Laut Tasso, gibt es 2 Millionen Straßenkatzen. In der Urlaubszeit ist es Besonders schlimm. Laila ist vielleicht ein Opfer der Pfingstferien.  

Laila schon ohne Kitten!

Bitte lasst Eure Katzen kastrieren!!!

Macht Euch, vor der Anschaffung, Gedanken wer die Katze im Urlaub betreut!!!


Die Regenbogenbrücke, von auskatzensicht. Vader

Darth Vader von Lucky Town
        geb.22.06.1997 gest. 02.0802004 

                                                                                              

Wir mußten uns von Peterle trennen, und da ich mich in die Skarlet (de Kätzin von meiner Züchterin)  verliebt hatte und die Babys erwartete, entschlossen wir uns  noch eine Maine Coon Kätzin zu kaufen. Da Chandro, schon recht groß war als wir ihn zum 1 mal sahen, erlaubte uns Sonja das wir die Kleinen schon mit 7 Tagen besuchen durften (war natürlich eine Ausnahme weil sie uns kannte) Ich griff in die Wurfkiste und hatte das einzige Katerchen in der Hand, so war das nicht geplant. Wir entschlossen  uns für die kleine Solty. Jedes mal wenn wir dort waren, wich das Katerchen nicht von unserer Seite. Mit 10 Wochen merkte Sonja das Skarlet nicht gut auf ihren Sohn zu sprechen war und mit 12 Wochen durfte er nicht mehr in ihre Nähe. Sie vermuteten, das er krank zu sein scheint,  in der Natur hätte er keine Chance gehabt. Mit 15 Wochen zog dann auch Vader bei uns ein. Gegen einen Selbstkostenpreis natürlich und Sonja war froh dass er einen guten Platz bekam.
Zuerst war alles normal bis er Kastriert wurde, da fing er an, schlecht zu fressen. Und als eine Neue Impfung anstand, entdeckten wir das rote Zahnfleisch mit entzündeten Taschen. Der TA sagte „Manche Kollegen ziehen die Zähne aber er hält nichts davon“!  Super und jetzt die Antwort „Sie können probieren was sie wollen, dieses Tier ist nicht heilbar“. Ich ging zum Heilpraktiker dachte kann ja nicht schaden. Der Stellte Staphylococc  usw. fest, das ganze Program der Homöopathie. Jetzt bin ich auch schlauer! Lumpi bekam Wobenzym um sein Imunsystem zu stärken und noch 7 Andere Globuli. Was ich da Angerichtet habe tut mir Heute noch leid.                               
 Lumpi

lag bei 30 Grad unter der Bettdecke und hatte Fiber,  ich fragte nach „Das ist ein gutes Zeichen das der Körper auf Selbst Heilung geschaltet hat“. Aber so doch nicht. Wir gingen zu einem Neuen TA (bei dem bin ich noch Heute) der dann ganz entsetzt war. Eine Coon in der Größe mit 4,79 kg. Die Zähne müssen raus, wenn wir dem Tier wieder Lebensqualität geben wollen, das ist die einzige Lösung, ich stimmte zu.
Die 4Fangzähne  durfte er behalten, wegen der Rangordnung. Leider hat das nicht gereicht er brauchte Kortison um sein Imunsystem nach unten zu drücken. Die Dosis war gering jeden 2 Tag 0,05 mg auf dann wieder 7 kg Körpergewicht. Kortison hat Nebenwirkungen die bekamen wir nach 5 Jahren, so meine ich. Einmal im Jahr lies ich einen Bluttest machen am 24.02.04 kam der Test mit Glomerulär-tubuläre Mischproteinurie Gesamtbeurteilung Proteinurie auf Deutsch Chronisches Nierenversagen.
 Der 2 Test war am 1.3.04 und er Bestätigte den ersten nur.
Der 3 Test war das Todesurteil und sagte aus das es schnell geht zu schnell. Ich erkundigte mich im Internet über alles Möglichkeiten und kam zu dem Entschluss nichts zu Unternehmen. Wir besprachen es mit dem TA er stimmte zu uns so lange wie wir dem Tier Lebensqualität geben können zu unterstützen. Leider gab es damals noch keine SUC die heute Erfolgreich bei Nierenproblemen eingesetzt wird.
Ich wollte Unnütze Behandlungen Lumpi ersparen, bei CNI ist es so, dass die Niere wie ein Sieb mit Löchern ist. Ende Juli sind wir 1Woche in Urlaub gefahren ich hatte kein gutes Gefühl. Aber er hielt durch. Wir kamen bei der Tür rein und er begrüßte uns den ganzen Samstagabend (die Anderen schauten uns nicht mal an).Von Sontag auf Montag kam der Zusammenbruch. Lumpi hatte auf uns gewartet. Ich rief den TA an und er kam zu uns um ihn zu Erlösen. Er wollte ihm den Stress mit dem Auto und das warten ersparen. Das werde ich ihm nie vergessen. Ich bereue nicht ihn zu uns genommen zu haben.

Eigentlich hat er uns ja auch selber ausgesucht da war er erst 7 Tage alt.  

                                          




Die Regenbogenbrücke, von auskatzensicht. Chandro

Chandro von Lucky Town

Meine 1 Maine Coon!

















Die Fellnasen, von auskatzensicht stellen sich vor! Die Coonmalis!

Duma und Imara die Coonmalis

Unten seht Ihr die Vorstellung der Katzen bei der Maine Coon Hilfe. Duma und Imara kamen nach der Aufnahme und tierärztlichen Versorgung im Juli 2015 zu mir in Pflege. Schnell stellte sich raus, dass die 2 gemeinsam vermittelt werden sollten. Da sie als Mutter und Tochter, was nicht selten vorkamt, als Jing und Jang, Pat und Patachon oder als Dick und Doof gemeinsam durchs Leben gehen. Duma hatte deutlich weniger Menschen kennengelernt als Imara, war allerdings gut auf Katzen sozialisiert, dass nicht schwierig ist, wenn man nur unter Katzen ohne Menschen aufwächst.
Mittlerweile haben wir sie geknackt.  Mit Nera, unserer kleinen Bonsai Maine Coon, die sie als Mobbingopfer auserwählt hatten, kehrte Ruhe ein, und so durften sie im April 2016 ihren Koffer auspacken und bleiben.
Die Sozialisierung nachträglich auf Menschen, erfordert viel Geduld und Liebe und ist äußerst schwierig. Das Gleiche gilt auch bei Bauernhofkatzen oder Streunerkatzen, die ihre Kitten frei und ohne Menschenkontakt zur Welt bringen und erst nach der Sozialisierungsphase den Menschen präsentieren.

Die ersten Berührungen bei Duma waren
mit einer Feder!

 Jetzt nach 1Jahr,
haben sich zu Quatschköpfen entwickelt, bei dem kein Auge trocken bleibt.




7 Coomalis 

Maine Coon-Somali-Mixe



Geburtsdatum:
2013 + 2014
Geschlecht:
männlich + weiblich, kastriert
Farbe: 
außergewöhnlich
Kennzeichnung: 
gechippt 
Wesen: 
schüchtern und ängstlich bis panisch, aber nicht aggressiv
Gesundheit: 
geimpft, entwurmt
Haltung:
reine Wohnungshaltung, gerne mit ges. Balkon od. Garten, sozial mit Katzen, brauchen Spielkumpel
eingestellt am: 
 15.04.2015
Unsere "Coomalis" stammen aus einer Privatabgabe und kamen Ende März 2015 zu uns in die Pflegestellen. Wie so oft entstand aus dem Wunsch "einmal Babys haben" das Problem, dass die Katzengruppe zu groß wurde. Dazu kam die Arbeitslosigkeit, der Umzug in eine kleinere Wohnung ohne die Möglichkeit, alle Katzen mitnehmen zu können. Und so erreichte uns an einem Sonntag die Frage: "Ich muss am Dienstag meine Wohnung übergeben, können Sie mir helfen und die Katzen nehmen?".
Leider waren die Katzen über lange Zeit mehr oder weniger sich selbst überlassen und außer den Besuchen zum füttern und Klos saubermachen, hatten die Katzen fast keinen menschlichen Kontakt. Angeblich bekamen die Kätzinnen die Pille, was aber wohl nicht recht funktionierte und so kam der Wurf im März 2014 zu Stande, der aber mit wenig bis gar keiner Sozialisation auf den Menschen aufgewachsen ist.
Diese fehlende Sozialisation macht sich natürlich deutlich im Wesen der Katzen bemerkbar. Sie alle bestaunen das Ding "Mensch" mit großen, ängstlichen Augen und bringen sich auf Schränken oder unter Betten in Sicherheit. Dabei sind alle Katzen zwar sehr defensiv, wenn es aber darum geht, sie anzufassen oder gar festzuhalten, explodieren sie regelrecht in der Hand.
Mit viel Präsenz des Menschen, ruhigen Bewegungen, lieben Worten, unablässigem Anblinzeln und vielen Leckerlis versuchen wir nun langsam, die Katzen zu resozialisieren und teilweise fressen sie uns schon aus der Hand. Wohin die Reise geht und wie lange sie dauern wird, können wir jetzt noch nicht sagen. Gut möglich, dass wir sie "knacken", aber ebenso möglich, dass sie nie zu anhänglichen Schmusekatzen werden.

Baby Kisha

11.05.2015 - 16.05.2015
Wieder einmal mussten unschuldige Babys die Ignoranz und den Egoismus der Menschen mit ihrem Leben bezahlen. Baby Kisha war eines von 5 Kitten, die keine Chance auf Leben hatten.
Kisha und ihre Geschwister wurden spät abends am 11.05.2015 von Jala, einer unserer "Coomalis" geboren. Die Coomalis sind eine Gruppe von 7 Mixen aus Maine Coon und Somali. Bei Abgabe der Katzen an uns wurde uns aus tiefstem Herzen versichert, dass keine der Mädels schwanger ist, gar nicht schwanger sein KANN, weil sie ja die Pille bekommen haben. Allerdings wurden auch 2 der Mädels als Kater deklariert... Kurz vor der Kastration stellte sich heraus, dass sowohl Jala, als auch Imara schwanger sind - und das ziemlich weit. Und so brachte Imara am gleichen Tag wie Jala ein Kitten zur Welt, das aber wenige Stunden später starb.
Anfangs sah es bei Jala deutlich besser aus. Sie meisterte die Geburt großartig, die Kitten waren proper, quietschvergnügt und lebendig. Bis auch sie, eines nach dem anderen, starben. Das letzte Kitten konnte stabilisiert werden, ich habe es zugefüttert und den ganzen Tag im Dekolleté mit mir herum getragen, damit sie meinen Herzschlag hören konnte und es warm hatte. Ich taufte die Kleine "Kisha" (Hoffnung).
Leider wurde diese Hoffnung auf Leben nicht erfüllt. Am Abend des 16.05. trank sie schlecht, eine Stunde später hatte sie Schnappatmung und trotz nächtlichem TA-Besuchs starb sie um 23:35 Uhr.
Ich habe mich anfangs bemüht, die Kleine nicht zu sehr ins Herz zu schließen, ihre Geschwister sind ja nicht ohne Grund gestorben, irgendwas musste ja nicht in Ordnung sein. Aber man ist so machtlos mit diesen kleinen Zwetschgerln, sie stehlen sich einfach ins Herz und man kann nichts dagegen tun. 2 Tage Flaschenkind und man ist restlos ausgeliefert. Ich hatte so sehr gehofft, sie würde es schaffen, aber die Katzengöttin meinte wohl, sie wäre bei ihren Geschwistern besser aufgehoben...
Ich brachte Kisha in die Pathologie, um ihrem Tod auf den Grund zu gehen und auch um meine eigenen Zweifel auszuräumen. Hätte sie überlebt, wenn ich dies oder jenes getan hätte? Hat sie vielleicht  Milch in die Lunge bekommen? Nein, sie hat keine Nahrung aspiriert. Aber sie hätte niemals überleben können, egal, was wir getan hätten. Die Schäden an den Organen, besonders am Herzen waren einfach viel zu groß für so ein kleines Zwerglein.
Und warum? Weil Menschen sich Katzen anschaffen und sie dann völlig sich selbst überlassen. Werden es zu viele, kann man sie ja dem Tierschutz überlassen, dafür sind die ja schließlich da. Diese Leute haben keine Vorstellung davon, wie viel Herz man gerade in so kleine Babys steckt und wie viel Welt untergeht, wenn sie einfach so sterben.
Petra Büttner, Juni 2015




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