Mittwoch, 22. Juni 2016

Katzenschutz-Kampagne Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.

Katzenschutz-Kampagne

Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.

Allein in Deutschland leben rund zwei Millionen Katzen auf der Straße, in Hinterhöfen oder in stillgelegten Industriegebäuden. Diese Katzen sind meist sehr scheu und führen tagein, taugaus einen harten Kampf ums Überleben – im Verborgenen. Alle Straßenkatzen, auch genannt frei lebende Katzen, stammen ursprünglich von Hauskatzen ab, die nicht kastriert wurden.
Wir möchten mit unserer Kampagne ein Bewusstein dafür schaffen, wie wichtig es ist, dass jeder seine eigene Katze kastrieren lässt - vor allem wenn diese Zugang ins Freie hat. Denn nur so kann die dramatische Anzahl der Katzen ohne ein liebevolles Zuhause langfristig reduziert werden.



Motiv der Katzenschutz-Kampagne mit einer kleinen Straßenkatze auf einem Platz und einem Pappschild mit der Aufschrift: Wir sind Millionen! Bitte kastrier deine Katze, dann müssen weniger Katzen wie ich auf der Straße leben.

Kastration der Katzen durchbricht Teufelskreis

Wenn Katzenhalter ihre Freigängerkatzen nicht frühzeitig kastrieren lassen, können sich diese völlig unkontrolliert mit anderen unkastrierten Katzen paaren. Werden Freigängerkatzen oder deren unerwünschte Nachkommen heimlich ausgesetzt oder einfach zurückgelassen, können hieraus frei lebende Katzen hervorgehen. Es entstehen neue Katzenkolonien und die bereits bestehenden Gruppen frei lebender Katzen wachsen weiter an – ein Teufelskreis. Neben weitreichenden Kastrationsaktionen der frei lebenden Tiere, kann nur die Kastration der Freigängerkatzen diesem Prozess langfristig einen Riegel vorschieben.

+++ Aufkleber-Aktion +++

Mit Ihrer Unterstützung wollen wir das Leid der Katzen sichtbar machen, die in Deutschland auf der Straße leben. Bestellen Sie dafür unseren Katzen-Aufkleber und kleben Sie ihn an die Fensterscheibe zu Hause, auf der Arbeit oder anderswo. Damit so viele Menschen wie möglich auf die Problematik aufmerksam werden, posten Sie ein Foto des angebrachten Aufklebers zusammen mit dem Hashtag ‪#‎KatzenHelfen auf Ihrer Facebook-Seite, bei Twitter und Co.
Schicken Sie uns einfach Ihre Adresse an presseteam(at)tierschutzbund.de - Stichwort „KatzenHelfen“ und wir senden Ihnen einen Aufkleber kostenfrei zu. 
Kreative können auch unsere Bastelvorlage nutzen.
Hinweis: Der Aufkleber ist statisch, also ganz leicht wieder ablösbar. Trotzdem an fremdem Eigentum bitte nur mit Einverständnis anbringen.
So könnte es aussehen:

Wir fordern

Wir appellieren an alle Katzenbesitzer ihre eigenen Katzen, männliche wie weibliche, frühzeitig kastrieren zu lassen. Zudem fordern wir schon seit langer Zeit die Einführung einer flächendeckenden, möglichst bundesweiten Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen aus Privathaushalten (Umsetzung von §13b Tierschutzgesetz). Zudem muss die Kostenübernahme für die ebenso wichtigen Kastrationen von frei lebenden Straßenkatzen und die damit verbundene nachfolgende Versorgung geklärt werden.

Sie können helfen!

Haben Sie auch eine Freigängerkatze? Dann lassen sie Ihre Katze kastrieren. Die Kastration von weiblichen und männlichen Katzen ist ein verhältnismäßig harmloser Routineeingriff und hat nur Vorteile - für die eigenen, wie für die frei lebenden Katzen. Durch die Kastration reduziert sich der Fortpflanzungstrieb und die damit einhergehenden Streitigkeiten, Krankheitsübertragungen und Verletzungen werden deutlich vermieden. Bereits mit dem fünften Lebensmonat, kurz vor Eintritt der Geschlechtsreife, sollten Katzen sinnvollerweise kastriert werden.
Machen Sie sich mit uns stark für eine rechtliche Regelung zum Schutz der Katzen und geben Sie uns Ihre Stimme! Unser Ziel: Eine verbindliche Regelung für die Haltung und den Umgang mit Katzen sowie eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen als Instrument gegen die ungewollte Vermehrung.
Zudem können Tierfreunde die Arbeit ihres örtlichen Tierschutzvereins unterstützen und für die Kastration von frei lebenden Katzen spenden. Damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Minderung des Katzenelends!

Zecken auf dem Vormarsch Was Hunde- und Katzenhalter beachten müssen

TASSO-Newsletter

Zecken auf dem Vormarsch
Was Hunde- und Katzenhalter beachten müssen

Die Temperaturen steigen und locken zunehmend ins Freie. Im Grünen lauert jedoch eine ganz besondere Gefahr: Zecken, die durch ihren Biss mitunter tödlich endende Krankheiten übertragen können. Milde Winter begünstigen die Zeckenpopulation zusätzlich.

TASSO e.V. erklärt, worauf Hunde- und Katzenhalter jetzt achten müssen.

Unabhängig davon, ob Hundehalter mit ihrem Tier im Park, Wald oder im eigenen Garten unterwegs sind, und ganz gleich welchen Schutz sie anwenden: Das Tier sollte nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich nach Zecken abgesucht werden. Dasselbe gilt für Katzen mit Freigang. „Je länger die Zecke am Blut des Hundes oder der Katze saugt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass lebensgefährliche Erreger übertragen werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, immer beispielsweise einen Zeckenhebel bei sich zu tragen, um schnellstmöglich reagieren zu können“, empfiehlt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Bettina Schmidt. Nicht immer gelingt es jedoch, die ganze Zecke zu entfernen. „Bleibt der Kopf stecken, sollten Tierhalter keinesfalls an der Stelle drücken oder quetschen. In den meisten Fällen schafft es der Körper von selbst, den Zeckenkopf abzustoßen. Sollten Tierhalter jedoch eine Entzündung oder Eiter feststellen, muss das Tier dem Tierarzt vorgestellt werden.“

Es gibt viele Krankheiten, die durch Zeckenbisse übertragen werden können. „Die häufig durch Zecken verbreiteten Krankheiten bei Hunden sind die Anaplasmose und die Lyme-Borreliose. Gegen Borreliose können Hunde ab dem Alter von zwölf Wochen vorsorglich geimpft werden, ein vollständiger Schutz gegen diese Krankheit lässt sich dadurch jedoch nicht erreichen“, erklärt die Tierärztin. „Hat sich ein Tier angesteckt, kann die Borreliose nach einer Inkubationszeit von zwei Wochen bis hin zu fünf Monaten ausbrechen. Die sogenannte Wanderröte rund um die Einstichstelle ist ein typisches Symptom beim Mensch, tritt aber bei Hund und Katze selten auf oder kann durch das Fell oder eine Hautpigmentierung verdeckt werden. Des Weiteren können Fieber, Schmerzen und Entzündungen der Gelenke und damit wechselnde Lahmheiten auftreten. Der Verlauf kann beschwerdefrei bis hin zu schwer erkrankt sein.“ Besteht der Verdacht auf eine Borrelien-Infektion muss das Tier unverzüglich dem Tierarzt vorgestellt werden, der nach der Diagnose eine Behandlung ansetzt.

Anti-Zeckenmittel sind sowohl im Tierbedarfsmarkt als auch beim Tierarzt erhältlich. Da das Angebot jedoch breit gefächert ist und nicht alle Zeckenarten aufgrund ihrer Rezeptoren gleich gut auf die verschiedenen Mittel ansprechen, ist eine tierärztliche Beratung zu empfehlen. Entdeckt der Halter trotz Vorsorge eine Zecke am Tier, muss sie schnellstmöglich mit einer Zeckenzange oder einem Zeckenhebel entfernt werden. Von der Entfernung der Zecke mit bloßen Fingern ist abzuraten, da dann oft der Kopf abreißt oder die Zecke gequetscht wird.

Neben Anaplasmose und Borreliose können Zecken auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Das Robert-Koch-Institut stellt eine Karte mit Risikogebieten in Deutschland zur Verfügung.

© Copyright TASSO e.V.

Kommentieren Newsletter abbestellen Impressum Datenschutz Spenden

TASSO auf facebook  facebook  TASSO auf twitter  twitter  TASSO auf YouTube  YouTube

AKTION GEGEN KATZENLEID VON STREUNERKATZEN VOM DEUTSCHEN TIERSCHUTZBUND

AKTION GEGEN KATZENLEID VON STREUNERKATZEN VOM DEUTSCHEN TIERSCHUTZBUND

Aufkleber-Aktion soll Leid der Straßenkatzen sichtbar machen
Um auf das Leid der Straßenkatzen in Deutschland aufmerksam zu machen, ruft der Deutsche Tierschutzbund zur Aufkleber-Aktion „Katzen brauchen Hilfe“ auf. Die Fensteraufkleber mit der Katze, die von Außen hineinschaut, stehen stellvertretend für die rund zwei Millionen Straßenkatzen, die meist zurückgezogen und für Menschen weitgehend „unsichtbar“ leben. Mit der Aktion, die Teil der Kampagne „Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.“ ist, wollen die Tierschützer die Katzen und ihr Leid sichtbar machen.
Straßenkatzen stammen ursprünglich von unkastrierten Hauskatzen ab, deren Besitzer sie aussetzten oder im Stich ließen. Die Population der Straßenkatzen steigt zudem, wenn sich Hauskatzen untereinander oder mit frei lebenden Katzen unkontrolliert vermehren. Als domestizierte Tiere sind Katzen nicht in der Lage, sich oder ihre Nachkommen vollständig alleine zu versorgen. Sie leiden an Unter- oder Mangelernährung, Krankheiten und Parasiten. Tagein, tagaus führen sie einen harten Kampf ums Überleben, der meist im Verborgenen stattfindet. Die Tiere leben versteckt auf Hinterhöfen oder in stillgelegten Industriegebäuden. Als Mensch bekommt man sie selten zu Gesicht.
Hilfe für Straßenkatzen
Selbst sehr junge Straßenkatzen können oft nur unter großem Stress und Angst an den Menschen gewöhnt werden, sodass den Tieren durch Vermittlung in ein Zuhause nicht geholfen wäre. Umso wichtiger ist dagegen, dafür zu sorgen, dass der Kreislauf der ständigen Vermehrung unterbrochen wird. Der Deutsche Tierschutzbund fordert daher eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen und plädiert an Besitzer, ihre Tiere frühzeitig kastrieren zu lassen. Nur durch Kastration kann die dramatische Zahl der Katzen ohne ein liebevolles Zuhause langfristig reduziert werden. Tierfreunde können auch die Arbeit der örtlichen Tierschutzvereine unterstützen, die die Katzen an Futterstellen versorgen und sie kastrieren lassen. Ebenso leisten Spenden für die Kastrationsaktionen von Straßenkatzen einen wichtigen Beitrag zur Minderung des Katzenelends.

Hinweis zur Aktion „Katzen brauchen Hilfe“
Mit der Aufkleber-Aktion „Katzen brauchen Hilfe“ möchte der Deutsche Tierschutzbund das Leid der rund zwei Millionen Katzen sichtbar machen, die in Deutschland auf der Straße leben. Dafür können Interessierte die statischen Katzen-Aufkleber über www.tierschutzbund.de/katzenschutz bestellen und an die Scheibe kleben.
Copyright deutscher Tierschutzbund

Muss eine Katze Junge haben?

Mythen und Irrtümer bei Katzen Irrtum! „Für Katzen ist es besser, einmal Junge zu bekommen“.  Ist das wirklich so? Nein! Ist eine ...